Mehr als zwei Monate liegen zurück, seit wir am 13. März infolge der Corona-Pandemie den Übungs- und Ausbildungsbetrieb unserer Feuerwehr komplett stilllegen mussten.
Seit diesem Zeitpunkt fanden Zusammenkünfte unserer Feuerwehr nur noch anlässlich alarmierter Einsätze und auch nur unter Einhaltung strikter Schutzmaßnahmen statt.
Die gegenwärtige Corona-Pandemie stellt auch die Freiwilligen Feuerwehren vor enorme Herausforderungen.
In den vergangenen Tagen informierte Kreisbrandrat Armin Wiesbeck den Pfaffenhofener Kurier über die Auswirkungen von Corona auf die Feuerwehren des Landkreises Pfaffenhofen.
Wir haben Kreisbrandrat und Presse personell und mit unserem Einsatzfahrzeug bei der Aufnahme des Titelfotos unterstützt.
Am 16. März 2020 hat der Freistaat Bayern infolge der Coronavirus-Pandemie den landesweiten Katastrophenzustand ausgerufen. Seit dem 21. März 2020 gelten landesweite Ausgangsbeschränkungen, welche das öffentliche Leben in weiten Teilen zum erliegen gebracht haben.
Ob diese Wochen späten unter dem Begriff „Die stille Katastrophe“ in die Geschichtsbücher eingehen wird, wissen wir nicht. Und doch dürfte diese Beschreibung die gegenwärtige Situation gut treffen. Keine reihenweise umgestürzten Bäume, wie vor einigen Wochen. Keine Massen von Schnee, wie im Winter 2019 im Alpenraum. Keine über die Ufer steigenden Bäche und Flüsse, wie bei der Hochwasserkatastrophe 2013. Keine Kolonnen an Blaulichtfahrzeugen, die von einer Einsatzstelle zur nächsten eilen.
Erst vor knapp einer Woche mussten wir zur Beseitigung von umgestürzten Bäumen unsere Sägen zum Einsatz bringen. Damit in solchen Fällen alle entsprechend ausgebildeten Kameraden den sicheren Umgang mit den Sägen beherrschen, bieten wir regelmäßig Übungen für die Kettensägenführer an.
Am Dreikönigstag, den 6. Januar 2020, fand traditionell die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Reichertshausen statt. Neben den Mitgliederinnen und Mitgliedern durfte der 1. Vorsitzende Hans-Jürgen Weiß Bürgermeister Reinhard Heinrich, Kreisbrandrat Armin Wiesbeck, Kreisbrandinspektor Benedikt Stuber und Kreisbrandmeister Max Roßner begrüßen.
Die letzte Übung im Jahr 2019 der Kinderfeuerwehr Reichertshausen stand im Fokus des gemeinsamen Miteinanders. Die Weihnachtsfeier am 20. Dezember 2019 eröffnete den über 20 Mädchen und Buben sowie dem Betreuerteam die Möglichkeit, zusammen zu spielen, Weihnachtslieder zu singen, sich bei Hotdogs, Punsch und Lebkuchen noch besser kennen zu lernen und im Feuerwehrgerätehaus Zeit zu verbringen. Wichtig war, auf den respektvollen Umgang untereinander zu achten, diesen zu vertiefen und die Kinder für Kameradschaft, Gemeinschaft und das Arbeiten Hand in Hand zu sensibilisieren. Die jungen Feuerwehrleute treffen sich seit Sommer 2018 monatlich zu einer Übung, um u.a. in die Aufgabe der Nächstenhilfe und das Agieren im Team hinein zu wachsen.
Ein besonderer Dank gilt der Landmetzgerei Fuchs, die das Jahr über die jungen Aktiven immer wieder mit einer Brotzeit versorgten.
Paukenschlag bei der heutigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Reichertshausen:
Wie Erster Bürgermeister Reinhard Heinrich und Kreisbrandrat Armin Wiesbeck Bekannt gaben, erhält die Freiwillige Feuerwehr Reichertshausen im nächsten Jahr ein neues Löschfahrzeug Katastrophenschutz (LF KatS), welches dann das rund 30 Jahre alte Löschfahrzeug LF 16 TS der Feuerwehr Reichertshausen ablösen soll.
Das neue Fahrzeug basiert auf einem Fahrgestell MB Atego 1327 AF und ist mit einem Aufbau für die Brandbekämpfung im Zivilschutzfall von der Fa. Rosenbauer ausgestattet. An Ausstattung enthalten sind u. a. Feuerwehraxt, Atemschutzgeräte, 600 m B-Schläuche und Funkgeräte sowie ein Löschwasserbehälter von 1.000 Liter. Eine genaue Fahrzeugbeschreibung gibt’s hier.
Der Clou: Das Fahrzeug
wird durch die Bundesrepublik Deutschland über das Bundesamt für
Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Rahmen einer Großserie beschafft
und der Gemeinde Reichertshausen zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise wird der
Gemeindehaushalt von Ausgaben in sechsstelliger Höhe entlastet, welche eigentlich
für eine Ersatzbeschaffung des LF 16 TS in den kommenden Jahren eingeplant
waren.
Das Einsatzgeschehen unserer Feuerwehr ist immer wieder auch von Unfällen geprägt, bei denen Personen zu Schaden kommen. Mitunter sind wir als Feuerwehr an einer Unfallstelle noch vor dem Rettungsdienst die ersteintreffenden Helfer.
Wir gratulieren den Teilnehmern zum erfolgreichen Abschluss! Unser Dank gilt den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ilmmünster für die Ausrichtung des Lehrgangs.
Am 16. November, dem Vorabend des Volkstrauertages, gedachten wir mit dem Krieger- und Soldatenverein Reichertshausen-Paindorf und der Reservistenkameradschaft Reichertshausen sowie den Vertretern das Landkreises, der Gemeinde und den Bürgern am Kriegerdenkmal den Kriegstoten und den Opfern von Gewaltherrschaft.