Nach zwei Jahren Zwangspause trafen sich am Christi Himmelfahrtstag, dem 26. Mai nachmittags die Ehrengäste, die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen und die Bürger am Rathausplatz zum traditionellen Standkonzert und anschließendem Auszug zum Volksfest. Auch wir waren mit einer stattlichen Anzahl an Mitgliedern, aus der aktiven Wehr, unserer Jugend und den ehemaligen Aktiven dort, um nach dem Bieranstich in einem Festzug zum Festzelt zu ziehen.
Traditionell findet unsere Jahreshauptversammlung in jedem Jahr am Dreikönigstag, dem 6. Januar statt. 2021 sagten wir diese coronabedingt gänzlich ab und berichteten für unsere Mitglieder in einem schriftlichen Jahresbericht, 2022 verschoben wir sie in das Frühjahr.
Am 15. Mai konnten wir unsere Jahreshauptversammlung 2022, um genügend Abstand zu halten in unserer Fahrzeughalle, durchführen und Rückschau über die Jahre 2020 und 2021 halten.
Bei der Feuerwehr Reichertshausen leisten derzeit 44 aktive Frauen und Männer, davon 23 Atemschutzgeräteträger, ehrenamtlich Dienst, um im Bedarfsfall für Sicherheit und schnelle Hilfe sowohl in unserem Schutzgebiet als auch überörtlich zu sorgen. 2021 wurden wir zu 17 Einsätzen alarmiert. Dies waren in erster Linie Einsätze zur technischen Hilfeleistung und drei Brände.
Am 5. und 6. Dezember besuchten unsere Nikoläuse die Kinder des Kindergartens und 98 Kinder im Gemeindebereich. Wie schon im letzten Jahr, so war auch 2021 der Nikolaus ohne Krampus, nur mit einem Chauffeur unterwegs und ließ zusammen mit den Kindern das vergangene Jahr vor den Häusern Revue passieren.
Im Laufe dieses Jahres sind sowohl weitere Gewerbetreibende als auch Privatpersonen aus dem Bereich Reichertshausen unserer Feuerwehr als Fördermitglieder beigetreten. Durch ihre Beiträge an den Feuerwehrverein kann dieser, z.B. durch die Beschaffung von Ausrüstung oder Zuschüsse für die Jugendarbeit, einen wertvollen Beitrag zur Sicherstellung unserer Aufgaben und den zukünftigen Bestand der Feuerwehr in Reichertshausen leisten. Bei folgenden Personen möchten wir uns herzlich für ihren Beitrag bedanken:
Familie Volker Diederichs
Frau Monika Faltenbacher, Steuerkanzlei Faltenbacher
Herr Josef Fuchs, Landmetzgerei FuchsHerr Maximilian Knoll, EDEKA KnollHerr Michael König, Gasthaus FuchsHerr Wolfgang Moll, Allgemeinarztpraxis Wolfgang MollHerr Ludwig Tant, Metzgerei LindermeirHerr Hans-Jürgen Weiß, IUF – Finanz
Als sichtbares Zeichen unserer Wertschätzung und Dankbarkeit erhielten, sowohl unser langjähriges Fördermitglied Michael König, als auch die Fördermitglieder, die in diesem und dem letzten Jahr neu beigetretenen sind, eine gerahmte Urkunde.
2021 standen die aus diesen Beiträgen unterstützten Maßnahmen unter dem Thema Atemschutz. So konnten wir wichtige Ausrüstungsgegenstände für unsere Atemschutzgeräteträger beschaffen und somit das Equipment der Kameradinnen und Kammeraden bezüglich der Punkte Sicherheit und Gewicht gemäß dem aktuellen Stand der Technik verbessern.
Im Fall eines Gebäudebrandes und hier im speziellen einem solchen, bei dem Personen betroffen sind, denen der Weg nach außen abgeschnitten ist, tragen die Atemschutzgeräteträger die Hauptlast für eine erfolgreiche Personenrettung sowie Brandbekämpfung. Weiterhin tragen die eingesetzten Atemschutzgerteträger ein nicht unerhebliches persönliches Risiko.
Vor diesem Hintergrund beschafften wir neue Atemluftflaschen aus Compositematerial. Diese wiegen ungefähr die Hälfte der bisher verwendeten Stahlflaschen.
Durch die Einsparung von ca. 5 kg Gewicht wird die Durchhaltefähigkeit und Beweglichkeit des einzelnen Feuerwehrangehörigen wesentlich erhöht, wodurch die Einsatzeffizienz deutlich verbessert werden kann. Hinsichtlich einer ergonomischen Betrachtung kann zum anderen durch die Reduzierung des am Rücken zu tragendem Gewicht die Belastung für die Wirbelsäule reduziert und damit auch die Gefahr der Schädigung dieser gemindert werden.
Weiterhin konnten wir Notsignalgeber beschaffen. Der Einsatz von Atemschutzgeräteträgern findet in den meisten Fällen unter sehr schlechten Sichtbedingungen (Rauch) in einer lebensfeindlichen Atmosphäre (Atemgifte) statt. Im Falle eines Unfalls ist es von entscheidender Bedeutung, den verunfallten Atemschutzgeräteträger in kürzester Zeit zu finden, ins Freie zu retten und einer notfallmedizinischen Behandlung zuzuführen.
Notsignalgeber (auch Bewegungslosmelder genannt) werden von den Atemschutzgeräteträgern am Atemschutzgerät mitgeführt. Sie geben automatisch ein akustisches Signal, sobald sich der Atemschutzgeräteträger ca. 25 Sekunden nicht bewegt und führen die zur Rettung eigesetzten Kräfte zu diesem. Somit kann die Zeit bis zum Auffinden und damit zur Rettung des Atemschutzgeräteträger deutlich verkürzt werden, was seine Überlebenschancen in Falle eines Unfalles wesentlich erhöht.
Wir möchten uns nochmals herzlich dafür bedanken, dass wir durch die neuen Ausrüstungsgegenstände, die aus diesen Beiträgen beschafft wurden, die Sicherheit unserer Einsatzkräfte deutlich verbessern konnten und einen Betrag zur Gesunderhaltung, speziell unserer zum Teil jungen Kameradinnen und Kammeraden im Atemschutzeinsatz, leisten können.
Wir begrüßen immer gerne weitere Fördermitglieder. Sollten Sie Interesse daran haben Ihre Feuerwehrwehr als Fördermitglied zu unterstützen, freuen wir uns, wenn Sie sich unter vorstand@ff-reichertshausen.de oder 0170 301 59 40 an uns wenden.
Am 3. September trauten sich Sabrina und Georg vor der Standesbeamtin in Reichertshausen. Georg trat vor 10 Jahren in unsere Jugendfeuerwehr ein. Mittlerweile ist er Oberfeuerwehrmann und als Truppführer sowie Atemschutzgeräteträger fester Bestandteil unserer aktiven Mannschaft.
Nach der Trauung geleiteten wir die beiden durch ein Spalier aus dem Rathaus.
Wir wünschen Sabrina und Georg alles Gute für ihre gemeinsame Zukunft.
Am 16. März 2020 hat der Freistaat Bayern infolge der Coronavirus-Pandemie den landesweiten Katastrophenzustand ausgerufen. Seit dem 21. März 2020 gelten landesweite Ausgangsbeschränkungen, welche das öffentliche Leben in weiten Teilen zum erliegen gebracht haben.
Ob diese Wochen späten unter dem Begriff „Die stille Katastrophe“ in die Geschichtsbücher eingehen wird, wissen wir nicht. Und doch dürfte diese Beschreibung die gegenwärtige Situation gut treffen. Keine reihenweise umgestürzten Bäume, wie vor einigen Wochen. Keine Massen von Schnee, wie im Winter 2019 im Alpenraum. Keine über die Ufer steigenden Bäche und Flüsse, wie bei der Hochwasserkatastrophe 2013. Keine Kolonnen an Blaulichtfahrzeugen, die von einer Einsatzstelle zur nächsten eilen.