Schweinestall ausgebrannt

Strobenried (SZ) Bei einem Großbrand am 31.01.2013 in Strobenried ist Schaden in Höhe von mindestens 100 000 Euro entstanden. Zwei Personen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Die Tiere, die in dem Gebäude untergebracht waren, überstanden das Feuer unversehrt.

Gegen 11.40 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert, nachdem im Dachstuhl eines rund zehn mal 20 Meter großen Schweinestalls an der Hauptstraße in Strobenried ein Feuer ausgebrochen war. Erste Löschversuche des 44-jährigen Hofbesitzers und seiner 39-jährigen Ehefrau, die den Brand entdeckt hatten, blieben erfolglos. Beide erlitten Rauchgasvergiftungen und kamen zur Behandlung ins Krankenhaus.

Strobenried

Im Einsatz waren zahlreiche Rettungskräfte aus den Landkreisen Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen, darunter Notärzte aus Schrobenhausen und Pfaffenhofen, der Katastrophenschutz des Landratsamtes Pfaffenhofen, zwei Veterinäre, das THW aus Pfaffenhofen sowie die Feuerwehren aus Schrobenhausen, Pfaffenhofen, Strobenried, Gerolsbach, Aresing, Waidhofen, Oberlauterbach, Euernbach und Scheyern mit insgesamt rund 100 Mann. „Die Feuerwehren haben super zusammengearbeitet“, sagt Manfred Irrenhauser-Kress, Kommandant der Schrobenhausener Wehr, die mit ihrer Drehleiter im Einsatz war. Das Fahrzeug war im Innenhof des landwirtschaftlichen Anwesens postiert, und von ihrer erhöhten Position auf der ausgefahrenen Leiter aus nahmen die Feuerwehrleute das Feuer in Angriff, das unter den Photovoltaikmodulen auf dem Süddach im Dachstuhl loderte.

strobenried201301312Auch weil der Stall, in dem Strohballen und einzelne Geräte gelagert waren, über Brandschutzwände verfügte, war die Gefahr, dass sich das Feuer auf benachbarte Gebäude ausbreiten könnte, nicht allzu groß. Nachdem die Löschwasserzufuhr – auch dank des Schlauchabrollwagens des Landkreises Pfaffenhofen – gesichert war, hatten die Feuerwehren das Feuer bald unter Kontrolle. Die Löscharbeiten zogen sich aber bis in den Abend hinein. Die Polizei forderte zur Unterstützung einen Hubschrauber an, um den Brandherd zu lokalisieren. Dabei kam auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz, mit der Glutnester aufgespürt wurden.

Da der obere Teil des Stalls vom unteren durch eine Betondecke abgetrennt war, konnten die rund 100 Schweine, die im unteren Teil gehalten wurden, im Gebäude bleiben. Während der Löscharbeiten wurde die Betondecke mit Wasser gekühlt, danach der untere, unversehrt gebliebene Stall vom THW beheizt. Die Schweine im Stall zu lassen war nach Einschätzung der Veterinäre die bessere Lösung – sie befürchteten, die Tiere wären sonst in Panik verfallen. Einige Kälber wurden dagegen aus dem Stall geholt. Sie verfolgten von ihren Käfigen im Hof aus muhend die Löscharbeiten.

teleschau

Während des Brandes war gestern Mittag die Staatsstraße 2045 zeitweise völlig für den Verkehr gesperrt. Auch am Abend waren noch Feuerwehrleute und ein Veterinär am Unglücksort, um letzte Brandnester zu bekämpfen und sich um das Wohlergehen der Tiere zu kümmern. Das THW leuchtete den Hof aus.

Die Brandursache war gestern noch nicht bekannt. Die Brandfahnder der Kriminalpolizei Ingolstadt haben die Ermittlungen übernommen.
Der Schaden wird auf mindestens 100 000 Euro geschätzt.

Von Bernd Hofmann

Der Einsatzort im Überblick:


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