Konzept Feuerwehr 2010

Ein Zukunftskonzept zur Reform der Feuerwehren der Gemeinde Reichertshausen

Schutzanzüge

Bisheriger Stand (bis 2009):

Struktur und Probleme
• Im Gemeindegebiet gibt es 5 selbständige Feuerwehren
• Die Zusammenarbeit beschränkt sich auf einmal jährlich stattfindende Grossübungen, und größere Einsätze im jeweiligen Gebietsbereich.
• Wehren in strategisch wichtigen Gemeindebereichen sind teilweise nicht entsprechend ihrer Bedeutung für den Ersteinsatz ausgerüstet
• Tagsüber sind kaum Einsatzkräfte vorhanden, da die meisten Mitglieder auswärts arbeiten.
• Anzahl und Schwierigkeit technischer Hilfeleistung steigt ständig
• demgegenüber sind die vorhandenen Tragkraftspritzenanhänger (TSA) hauptsächlich für den Brandeinsatz ausgerüstet und zu langsam. Zugmaschinen (Traktor) sind immer weniger verfügbar.
• Jede eigenständige Feuerwehr muss auf Grund von Vorschriften eine komplette Löschausrüstung mit Pumpe vorhalten. Dies führt im Zuge von Ersatzbeschaffungen zu kostenintensiven Mehrfachbeschaffungen von Feuerwehrfahrzeugen, die alle den selben Einsatzwert haben und sich nicht ergänzen.
• Auf Grund von Regelungen im Feuerwehrgesetz ist die Eigenständigkeit einiger Feuerwehren in Frage gestellt.
• Eine Neustrukturierung im Alarmwesen führt zu einer weiteren Minderung des Einsatzwertes von Anhängern.

Lösungsstrategie:

Zur Struktur:

• Eigenständigkeit der Feuerwehren bleibt erhalten
• Zusammenarbeit wird gestärkt – um so eine sparsame und sinnvolle Stärkung der Einsatzkraft zu erhalten.
• Strategische Punkte im Gemeindegebiet sind Reichertshausen , Steinkirchen und Langwaid – Stärkung der einsatztaktisch wichtigen Wehren Steinkirchen und Langwaid durch maßvolle Aufrüstung an Fahrzeugen
• Die beiden Wehren Pischelsdorf und Paindorf  ergänzen die Stützpunkte Steinkirchen bzw. Reichertshausen personell sowie bei Ausrüstung und Fahrzeugen. Als Fahrzeuge sind kostengünstige seriennahe Transporter vorgesehen.
• Die Ergänzungswehren werden mit ihrer Stützpunktwehr alarmiert- rücken gemeinsam aus. Sie stellen auch Atemschutzgeräteträger
• Etwa die Hälfte der Übungen werden gemeinsam abgehalten
• Ebenso werden Leistungsabzeichen gemeinsam abgelegt.

Zu den Fahrzeugen:

Reichertshausen – wie bisher Löschfahrzeug LF 16/12 mit 1600l Tank und Ausstattung für Technische Hilfeleistung, Löschfahrzeug LF16 TS (Bund) mit Trag-Kraftspritze und Ausstattung für Technische Hilfeleistung, Mehrzweckfahrzeug als Einsatzleitfahrzeug.

FahrzeugübergabeSteinkirchen – das bisherige viel zu kleine Tragkraftspritzen-Fahrzeug (TSF) wird ersetzt durch ein Staffellöschfahrzeug mit Wassertank und Zusatzausstattung für Technische Hilfeleistung
(Kosten ca. € 200.000)

Pischelsdorf – TSA und Mannschaftstransportwagen (MTW) mit ergänzendem Gerät zum Fahrzeug Steinkirchen und einer Ausstattung für den schnellen Erst-Einsatz im Dorfgebiet. (Kosten ca. € 45.000)

Langwaid TSF (vorhandenes Tragkraftspritzenfahrzeug aus Steinkirchen)
Paindorf TSA und noch offen z.B. Versorgungsfahrzeug mit Doppelkabine und Ladepritsche (Kosten ca. € 45.000)

Alarmsicherheit am Tag

• Jede Wehr stellt für die Feuerwehr Reichertshausen tagsüber zwischen 6:00 und 18:00 Personal (Schichtarbeiter, Heimarbeiter usw)
• Gemeinsame Ausbildung am Gerät in Reichertshausen an mindestens 4 Terminen im Jahr
• Alarmgerät z.B Funkwecker für die zusätzlichen Kräfte
• in Reichertshausen wird ein zweiter Satz Einsatzkleidung zur Verfügung gestellt, so dass die alarmierten Einsatzkräfte gleich ins Feuerwehrhaus Rerichertshausen fahren können und nicht erst in „ihr“ Feuerwehrhaus zum Anziehen der Einsatzkleidung müssen.
• Die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung wird gemeinsam in Reichertshausen abgelegt.

Umsetzung 2010
Struktur und Fahrzeuge

• Der Mannschaftstransporter für Pischelsdorf ist fertig.
• Das Staffellöschfahrzeug für Steinkirchen wurde ausgeschrieben und vor kurzem in Auftrag gegeben
• Zur Stärkung der Einsatzkraft und zur sinnvollen Ergänzung der Ausstattung im Bereich Hochwasserschutz – Überflutung wurden 3 Gerätesätze Pumpen und Hochwasserausstattung sowie 2 PKW Anhänger beschafft und in Reichertshausen, Pischelsdorf und Langwaid stationiert (Kosten ca. € 30.000)
• Zusätzliche Atemschutzgeräteträger der Wehren Pischelsdorf und Langwaid wurden und werden in der Kreisausbildungsstelle ausgebildet. Sie haben zusammen mit den Geräteträgern aus Reichertshausen schon mehrere Übungen abgehalten.  Entsprechend werden bzw. wurden schon zusätzliche Maschinisten und Funker ausgebildet.

Tagesalarmsicherheit

• Alle Punkte des Konzeptes wurden umgesetzt. 12 zusätzliche Einsatzkräfte konnten gewonnen werden. Sie wurden mehrmals geschult, haben gemeinsam geübt und waren auch schon im Einsatz. Lediglich die gemeinsame Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“ muss noch in Angriff genommen werden.

Zur Übersicht der Feuerwehren im Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm

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